• Haus Wahnfried heute – Ruhestätte Wagners und Richard Wagner Museum
  • Die Eingangshalle – auch Bestandteil des Richard Wagner Museums

„Hier wo mein Wähnen Frieden fand – Wahnfried – sei dieses Haus von mir benannt.“

So steht es auf drei Tafeln an der Fassade von Haus Wahnfried, das Wagner am Bayreuther Hofgarten von Baumeister Carl Wölfel errichten ließ. Nach langem, ruhelosem Umherstreifen und finanziellen Sorgen konnte Wagner mit seiner Familie 1874 den bürgerlichen Wohnsitz beziehen, den er sich lange gewünscht hatte.  

Ich habe viele Jahre meines Lebens dem wüsten Walten des Zufall’s anheim geben müssen, nenne keinen Besitz mein und lebe wie ein Flüchtling in der Welt“, schrieb Wagner seinem Mäzen König Ludwig II. von Bayern 1871. Die finanzielle Unterstützung seines königlichen Gönners ermöglichte es ihm 1872 zunächst in die Nähe Bayreuths zu ziehen und dann 1872-74 Haus Wahnfried bauen zu lassen. Daher ziert seit 1875 eine Porträtbüste Ludwigs II. ein Pflanzrondell vor dem Haus.

Die Außenmauern des dreitraktigen Hauses bestehen ortstypisch aus Sandsteinquadern mit Ziegelmauerwerk. Trotz anderslautender, zeitgenössischer Vorwürfe ist die Inneneinrichtung nicht von Luxus geprägt. Die zentrale Halle mit Galerie im Obergeschoss war Empfangs- und Repräsentationsraum, daran schließen sich der Saal mit der Rotunde als Wohnraum und Bibliothek an, sowie Cosimas „Lila Salon“ und das Speisezimmer. Während sich die privaten Räume der Familie im Obergeschoss und in einem von außen nicht sichtbaren Zwischengeschoss befanden, waren die Wirtschaftsräume im Keller untergebracht. Als Wohn- und Arbeitsstätte Wagners, aber auch als Ort gesellschaftlicher Ereignisse wurde Wahnfried zum Inbegriff für die Familie und die Kunst- und Kulturgedanken Wagners. Detaillierte Informationen erhalten Sie hier.


Weitere Informationen:

Geschichte des Haus Wahnfried

 

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