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Mathilde Wesendonck (1828 – 1902)
Kaum 20 Jahre alt, heiratete die als Agnes Luckemeyer in Elberfeld geborene Mathilde Wesendonck den Düsseldorfer Großkaufmann Otto Wesendonck. Zwischen 1849 und 1862 schenkte sie ihm fünf Kinder, von denen sie zwei sehr früh verlor. Allein ihr Sohn Karl überlebte sie. Mathilde Wesendonck war eine schöne, faszinierende Frau. In ihr verbanden sich bürgerliche Kultur, weibliche Anmut und gediegene Bildung. Sie schrieb – wie viele Frauen dieser Zeit – zart empfundene Gedichte, von denen die von Richard Wagner vertonten als „Wesendonck-Lieder“ in die Musikgeschichte eingingen. In späteren Jahren widmete sie sich sehr intensiv der Schriftstellerei, übersetzte, schrieb Kinderbücher, Biographien und Theaterstücke.
Susanna Risch, Sopran
Aufgewachsen in Trier, absolvierte die ausgebildete Oboistin ihr Gesangsstudium am „Mozarteum“ Salzburg, an der Musikhochschule Karlsruhe sowie an der Hochschule für Musik Würzburg. Meisterkurse bei Hilde Zadek, Prof. Curt Widmer, Ingeborg Most und Prof. Hanna Ludwig rundeten ihre Ausbildung ab. Engagements führten sie an die Opern- und Konzerthäuser in Erfurt, Weimar, Berlin, Dortmund, Köln, München, Mailand, Seoul sowie zu zahlreichen Festivals.
Susanna Risch ist Preisträgerin des Internationalen Jan Kiepura – Gesangswettbewerbs, des Robert Stolz-Gesangswettbewerbs Wiener Operette und war Finalistin in zahlreichen internationalen Gesangswettbewerben. Ferner wirkte sie bei etlichen CD- und Rundfunkproduktionen (hr und ORF) mit.
Christoph von Weitzel, Bariton
„Weitzels Liedinterpretation dringt ins Existentielle ein. Nicht der schöne Gesang interessiert, sondern der durch die Musik intensivierte Wortsinn, mit dem seelische Grundsituationen beschrieben werden.“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)
Von Weitzel studierte Gesang bei Barry Mora (Frankfurt) und Prof. John Lester (USA) und besuchte Meisterkurse für Lied bei Elisabeth Schwarzkopf. Besonders prägend war seine langjährige Arbeit mit Walter Berry. Bekannt wurde er mit einer szenischen Version von Schuberts Winterreise sowie mit seinem erfolgreichen Projekt „Oper für Obdach“, welches im Dienst obdachloser Menschen und deren Helfer steht.
Von Weitzels Opernrepertoire umfasst zahlreiche große Partien im lyrischen wie auch im dramatischen Baritonfach und reicht von Mozart bis Puccini. Am Würzburger sowie am Salzburger Theater war er fest engagiert. Einladungen führten von Weitzel nach Deutschland, Österreich, England, Italien, Schweiz, Dänemark, Tschechien und Neuseeland, wo er in renommierten Konzert- und Opernhäusern auftrat. Zu seinen CD-Einspielungen zählen Schuberts „Winterreise“, „Die Schönsten deutschen Volkslieder“ und „Der Schmied von Marienburg“ (Siegfried Wagner).
Gregor Eckert
Der Schauspieler, Kabarettist und Solo-Entertainer erhielt seine Ausbildung in Karlsruhe bei Kurt Müller-Graf und in Regensburg bei Peter Nüesch. Erste Engagements führten ihn an die Landesbühne Hannover, an das Fritz-Rémond-Theater Frankfurt und an das Bremer Packhaustheater, wo er sich besonders dem Genre der Komödie widmete und selbst verfasste Theaterstücke („Night Club“, „Who’s The Monster“) mit großem Erfolg uraufführte. Mit dem Seminarkabarett „Anleitung zur sexuellen Unzufriedenheit“ von Bernhard Ludwig gastierte er mehrfach in Bremen, am Schmidt-Theater Hamburg und an der Comödie Fürth. Zum Mark Twain – Jahr (2010) präsentierte er sich dem Publikum deutschlandweit als Samuel Langhorne Clemens, alias Mark Twain. 2011 debütierte er vor begeistertem Publikum in Regensburg mit Patrick Süskinds „Der Kontrabass“.
Oliver Weder
Weder studierte Dirigieren in seiner Heimat Frankfurt am Main und setzte als erster westdeutscher Stipendiat am St. Petersburger Konservatorium bei Ilja Musin seine musikalische Ausbildung fort. Nach seiner Tätigkeit als Erster Kapellmeister am Staatstheater Perm, wo er Wagners „Der Fliegende Holländer“ erstmalige aufführte, bestellte ihn Valery Gergejew 1994 als Assistenten für das Deutsche Repertoire an das Mariinsky-Theater. Zeitgleich wurde er Chefdirigent im Rimsky-Korsakow-Theater des Petersburger Konservatoriums.
Seit 1997 ist Oliver Weder Chefdirigent der Thüringer Symphoniker. Gastdirigate führten ihn an das Mariinsky-Theater, das Nationaltheater Weimar, zu den Hamburger Symphonikern, an die Jenaer Philhamonie, zum finnischen Opernfestival Savonlinna, zum San José Chamber Orchestra (USA), zum Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und an die Oper Amsterdam.
Thüringer Symphoniker
Das Orchester der einstigen schwarzburgischen Fürstenresidenz Rudolstadt ist eines der ältesten und traditionsreichsten in Deutschland. Es kann auf eine über 370-jährige Geschichte zurück blicken. Zahlreiche Opern und Orchesterwerke wurden von diesem Orchester bereits kurz nach ihrer Uraufführung in den Spielplan aufgenommen, darunter Webers »Freischütz« (1822), Beethovens 9. Symphonie (1827), Aubers »Stumme von Portici« (1828) und Wagners »Tannhäuser« (1855). Richard Wagner selbst gastierte 1834 als junger Musikdirektor sechs Wochen lang in Rudolstadt. Zu den berühmten Rudolstädter Konzertbesuchern zählen Niccolò Paganini (1829) und Franz Liszt (1844). 1928 dirigierte Eugen d'Albert seine Oper »Die toten Augen« auf der Rudolstädter Heidecksburg. Anfang der 90er Jahre wurde mit den »Rudolstädter Festspielen« die Festspieltradition neu belebt und die Rudolstädter Landeskapelle mit dem Staatlichen Sinfonieorchester der Stadt Saalfeld zu den Thüringer Symphonikern Saalfeld-Rudolstadt vereint.
Seit 1997 ist Oliver Weder Chefdirigent des Orchesters, das neben einem umfangreichen Konzertprogramm auch die Musiktheateraufführungen des Rudolstädter Theaters bestreitet. Häufig tritt das Orchester im Rahmen von Schlosskonzerten auf und pflegt so die Tradition der einstigen Hofkapelle. Innovative Koproduktionen mit dem Rudolstädter Schauspiel brachten in jüngster Zeit bundesweite Aufmerksamkeit, die sich in CD-Einspielungen und Fernsehaufzeichnungen für den MDR und arte widerspiegelt. Gastspiele führten das Orchester unter anderem an das Maxim Gorki-Theater nach Berlin.
Weitere Informationen unter: www.theater-rudolstadt.de